Sideritis.info

Griechischer Bergtee bei Pilzerkrankungen

Bakterien

Seit die HMPC (Ausschuss für Arzneimittel) im Jahr 2016 eine Monographie zu Sideritis scardica vorgelegt hat, wird griechisches Eisenkraut beziehungsweise griechischer Bergtee aufgrund seiner traditionellen Anwendung in der Heilkunde als pflanzliches Arzneimittel eingestuft.


Die Pflanze soll demnach besonders bei Erkältungssymptomen und Magenbeschwerden helfen. Allerdings ist das mögliche Anwendungsgebiet von griechischem Bergtee noch deutlich größer.
So konnte bei verschiedenen Untersuchungen eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung festgestellt werden. Antioxidative Wirkung bedeutet, dass freie Radikale im Körper gebunden werden. Außerdem schützt griechisches Eisenkraut den Magen und hat osteoprotektive Effekte. Osteoprotektiva werden zum Beispiel in der Krebsbehandlung eingesetzt, um Knochen und Zähne so lange wie möglich zu erhalten.


Besonders interessant ist auch die Wirkung gegen bestimmte Hefen. Pilzerkrankungen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Die Wahrscheinlichkeit im Leben eine Pilzerkrankung zu bekommen, ist relativ hoch. Allerdings handelt es sich hier meistens um harmlose Erscheinungsformen wie den Fußpilz. Erstaunlich ist die Wirkung von griechischem Eisenkraut allerdings bei problematischen Keimen wie Candida albicans, Pseudomonas aeruginosa, Klebsiella pneumoniae und Enterococcus faecalis.


Candida albicans verursacht unter anderem Kandidose. Diese Pilzinfektion ist häufig in der Mundhöhle, im weiblichen Intimbereich und auf der Haut zu finden. Ein schlechtes Immunsystem kann sogar schwere Infektionen innerer Organe zur Folge haben. Die Symptome bei einer Infektion sind meistens rote oder weiße Flecken, Juckreiz und Reizungen.


Pseudomonas aeruginosa kann zahlreiche Infektionen verursachen. Der Pilz ist häufig an feuchten Orten zu finden wie in Spülbecken oder nicht genügend gechlorten Schwimmbecken. Besonders für vorbelastete Menschen kann eine Infektion mit dem Pilz gefährlich sein. Je nach dem, mit welcher Körperstelle man mit dem Pilz in Kontakt kommt, können unterschiedliche Krankheitsbilder auftreten. Sie reichen von Augeninfektionen über Harnwegsinfektionen bis hin zur starken Lungenentzündung.


Klebsiella pneumoniae ist ein Bakterium, das besonders schwere Lungenerkrankungen verursachen kann. Aber auch Mittelohrentzündungen und Entzündungen der Gallenblase, des Knochenmarks und der Nasennebenhöhlen können das Bakterium als Ursache haben. Infektionen mit dem Klebsiella pneumoniae müssen in der Regel mit Antibiotika behandelt werden.


Enterococcus faecalis ist naturgemäß in jedem menschlichen oder tierischen Darm zu finden. Problematisch wird das Bakterium erst, wenn es in andere Bereiche des Körpers eintritt. Dann kann es zu Harnwegsinfektionen, Wundinfektionen oder zu Infektionen der Prostata kommen.


Die Wirkung von griechischem Bergtee gegen diese Hefen wurde sowohl im Labor als auch am Menschen untersucht und lieferte ein erstaunliches Ergebnis. Auch andere Ätherisch-Öl-haltige Pflanzen helfen in der Regel gegen Pilzerkrankungen. Die Wirkung bei problematischen Pilzen ist allerdings eine echte Besonderheit des griechischen Bergtees (Sideritis scardica).

Hat Ihnen unser Artikel gefallen?

Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.